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Kapuzinerkresse - lecker und gesund

An eine Mönchskapuze soll die Blüte der Kapuzinerkresse mit ihrem nach hinten ragenden Sporn erinnern. 

Als diese Pflanze im 16. Jahrhundert aus Peru in unsere Breiten kam, wurde sie zunächst in Klostergärten angebaut. Heute präsentiert sich diese dekorative Pflanze mit ihren kräftig leuchtenden, lichtvollen Farben in vielen Gärten und auf vielen Balkonen. 

 

Ihr Wachstumsverhalten zu beobachten ist spannend: die jungen kreisrunden Blätter, deren Form an altertümliche Kampfschilde erinnert und eher bei Wasserpflanzen anzutreffen ist, schieben sich jeweils vor die gelben, roten oder orangenen Blüten. Neue Blüten bilden sich wieder im äußeren Bereich der Pflanze, um wiederum von den schildförmigen Blättern überwachsen zu werden.

 

Von der Kapuzinerkresse sind sämtliche oberirdischen Pflanzenteile essbar: 

Die grünen Blätter, die hübschen bunten Knospen und Blüten und für ein besonders kressescharfes Geschmackserlebnis sind die jungen, noch grünen Samenkapseln zu empfehlen. 

Spüren wir dem scharfen Geschmack der zerbissenen Samenkapseln nach, können wir die "desinfizierende" Wirkung der Senföle auf die oberen Atemwege leicht nachvollziehen.

 

Bis in den Spätsommer kann die gut nachwachsende Kapuzinerkresse zur Bereicherung von Salaten, Smoothies oder als Dekoration unserer Gerichte verwendet werden. 

Die Pflanze wird frisch verwendet. Beim Trocknen würden zu viele Wirkstoffe verloren gehen.

 

Für den kresseartigen Geschmack der Pflanze sind Senföle verantwortlich. Werden die Senföle der Kapuzinerkresse in höherer Dosis eingenommen (z.B. Fertigpräparat Angocin Anti-Infekt N, Presssaft, Frischpflanzenessenz), entfalten diese auf ihren Ausscheidungswegen über die Nieren und Harnwege sowie über die Atemwege ihre bakteriostatische, virustatische, antimykotische und immunmodulierende Wirkung. Dies hat der Kapuzinerkresse auch die Bezeichnung „Penicillinersatz mit Breitbandwirkung“ eingebracht hat.

Bewährt hat sich der Einsatz von Kapuzinerkresse bei Infektionen der Atemwege, Nebenhöhlenentzündung, Mandelentzündung, Bronchitis, Schnupfen als auch bei entzündlichen Nieren- oder Harnwegsproblemen.

Die segensreiche Wirkung der scharf schmeckenden Kapuzinerkresse kann allerdings auch Nebenwirkungen hervorrufen:

zu viel des Guten kann zu Magenreizungen führen! Bei Magen- oder Darmgeschwüren wird Kapuzinerkresse nicht verwendet und meldet sich der Magen während einer Einnahme, gilt es, diese zu beenden.

Kapuzinerkresse kann auch äußerlich für die Hautgesundheit angewendet werden. Der Pflanzensaft der Blätter unterstützt die Wundheilung und lässt das Gewebe schneller regenerieren.

 

 

Wie immer gilt:

Die Pflanze wird hier in manchen ihrer Grundzüge vorgestellt. Wer Pflanzen anwenden möchte, muss sich weitere Informationen einholen. Auch Pflanzen haben Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. Alle praktischen Umsetzungen erfolgen in eigener Verantwortung. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.