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Bärlauch für die Vorratsküche

 

Bärlauch 

Pfarrer Künzle bezeichnete den Bärlauch als „eine der stärksten und gewaltigsten Medizinen in des Herrgotts Apotheke“. Der Bärlauch gehört zu den Frühlingspflanzen, die den Körper reinigen und zu neuer Lebensenergie verhelfen. Seine gesundheitlichen Wirkungen sind vielfältig. Die Erntezeit des Bärlauch ist allerdings nur recht kurz, daher lohnt es sich, diese wertvolle Pflanze in der Vorratsküche zu verarbeiten. 

 

Wird Bärlauch getrocknet, verliert er einen Großteil seines Geschmacks und büßt viele seiner wertvollen Wirkstoffe ein.

Wer den Bärlauch das ganze Jahr genießen möchte konserviert sein Aroma am besten in Kombination mit Fett:

als aromatisiertes Salatöl (Bärlauch in Olivenöl ausziehen lassen),

Bärlauch-Butter lässt sich gut auf Vorrat eingefrieren oder Bärlauch in einem Pesto verarbeitet. 

In Form eines rohköstlichen Bärlauchsalzes, als Bärlauchessig oder Bärlauchsenf wird das Aroma des Bärlauch ebenfalls gut bewahrt. 

Hier als Anregung für eigene Experimente mein Rezept für einen Bärlauch-Senf:

 

Bärlauch-Senf:

260 g gelbe Senfkörner, 110 g braune Senfkörner, 120 g Rohrohrzucker und 28 g Steinsalz in einem leistungsstarken Mixer zerkleinern.

130 g Bärlauch, grob gehackt, 450 ml weißen Balsamicoessig, 280 ml Weißwein, die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone und 2 TL gemahlenen Ingwer zugeben und mixen bis ein feiner Brei entstanden ist. Den Senf über Nacht in einer Schüssel offen stehen lassen. So entwickelt sich die Schärfe. 

Am nächsten Tag den Senf in sterilisierte Schraubgläser füllen und gut verschließen. 4 Wochen sollte der Senf nachreifen, dann genießen :-).

 

Bitte beachten!! Beim Bärlauch besteht die Gefahr der Verwechslung mit ähnlichen, aber giftigen Pflanzen wie dem Maiglöckchen, der Herbstzeitlosen, dem Aronstab. Deshalb achtsam sammeln und nur, wenn die Pflanze sicher erkannt wird!

Alle Anwendungen selbstverständlich auf eigene Gefahr.

 

Ein Tipp aus der Kräuterwerkstatt Artemisia,

Spaichingen, Kerstin Ginzel